Uns allen ist bekannt: Wir haben zu wenig Kinder! Das hat Folgen. Die aktuelle demografische Entwicklung mit einer Geburtenrate von knapp 1,4 Kindern pro Familie gefährdet die Sicherung qualifizierten Fachkräftenachwuchses. Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ist dadurch genauso bedroht wie die sozialen Sicherungssysteme.
Eine Ursache: Beruf und Familie lassen sich oft nur schwer vereinbaren. Karriereunterbrechungen durch Elternzeit, Einkommenseinbußen und unzureichende Kinderbetreuungsangebote lassen einen Kinderwunsch in vielen Fällen unverwirklicht. Der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten mit Bildungs- und Erziehungsauftrag verbessert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Aufbau regionaler Netzwerke aus Kindergärten und Trägern, Schulen und Kommunen sowie Unternehmen und Verbänden ist hierfür unverzichtbar.
Südwestmetall hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Initiative Fa.i.B.Le (Familie in Beruf und Leben) einen Beitrag zur verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu leisten. Dabei setzt der Verband an drei Stellen an:
- Information und Beratung für Unternehmen
- Netzwerkarbeit mit Kinderbetreuungseinrichtungen und Betrieben
- Unterstützung bei der Personalentwicklung in der Elternzeit
Die Familienförderung muss vorrangig darauf ausgerichtet sein, die Entscheidung für ein Kind zu unterstützen und Eltern die Berufstätigkeit zu erleichtern. Diesem Ziel widmen sich unter anderem die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg sowie das Programm Erfolgsfaktor Familie des Bundesfamilienministeriums.